Auf dem Flugfeld


Haben Sie nun alle Grundeinstellungen, die man in der Werkstatt durchführen kann, erledigt? Dann kann es ja das erste Mal auf's Flugfeld gehen. Zuvor müssen Sie aber eine Endkontrolle Ihres Modellhubschraubers durchführen (immer vor jedem Flugtag).

  1. Sender- und Empfängerakku geladen ?
  2. Sind alle Steuergestänge leichtgängig ? (bei einem neuen Modell gehen sie anfänglich etwas strenger)
  3. Alle Schrauben und Muttern sorgfältig angezogen (nicht locker) ?
  4. Motorbefestigung gut angezogen ?
  5. Schalldämpfer und Befestigung fest ?
  6. kann sich Tankpendel frei bewegen ?
  7. Spritschlauch ohne Knicke und Risse ?
  8. Sprifilter sauber ?
  9. Antenne ordentlich verlegt ?
  10. alle Stecker richtig gesteckt ?
Bevor Sie sich auf den Weg machen, eine weitere Checkliste, :
  1. Elektrostarter für den Motor dabei ?
  2. Starterakku geladen ?
  3. Sprit dabei ?
  4. Spritpumpe dabei ?
  5. Glükerzenakku und Anschlußkabel dabei ?
  6. Werkzeug (Imbusschlüssel, Kugelkopfzange, etc.) ?
  7. Rotorblätter dabei ????
  8. farbiges Klebeband ?
  9. Einstellehre für Rotorblätter ?
Machen Sie sich Gedanken, was Sie alles zum Einstellen und Fliegen brauchen. Nichs ist ärgerlicher als unverrichteter Dinge wieder heimfahren zu müssen, weil man etwas vergessen hat.

Und noch etwas:

Auf dem Flugfeld

Auf dem Flugfeld angekommen, bauen Sie den Modellhubschrauber so zusammen, wie Sie ihn für den Transport zerlegt hatten. Die Blätter in die entsprechenden Blatthalter, Heckrotorblätter montieren und gegebenenfalls die Kabinenhaube. Ziehen Sie die Schrauben der Blatthalter soweit an, daß die Blätter sich mit geringem Kraftaufwand hin- und herschwenken lassen.. Kontrollieren Sie nochmals das ganze Modell, ob es während des Transports auch keinen Schaden genommen hat.

Nun können Sie den Helikopter betanken. Achten Sie dabei darauf, daß über den Drucktankanschluß kein Kraftstoff in den Schalldämpfer oder das Resonanzrohr gelangt. Liegt das Kraftstoffniveau über dem Vergaser, sollten Sie den Vergaseranschluß abklemmen, da sonst u.U. der Motor überflutet wird (Motor läßt sich nicht mehr durchdrehen). Sollte das einmal passieren, Glükerze raus und den Motor mit dem Anlasser durchdrehen, bis nur noch Kraftstoffnebel ausgeblasen wird.

Bevor Sie nun den Motor starten, vergewissern Sie sich, daß Ihr Sendekanal frei ist. Dann erst schalten Sie die Fernsteuerung ein (erst Sender, dann Empfänger). Die Düsennadel ist entsprechend den Empfehlungen des Herstellers eingestellt. Achten Sie darauf, daß mit der Leerlauftrimmung der Vergaser leicht geöffnet ist. Die meisten Modellhubschrauber lassen sich von oben mit einem Elektrostarter anlassen.

  1. Stecken Sie den Glükerzenanschluß an
  2. Halten Sie den Rotorkopf mit der linken Hand gut fest (ohne irgendwelche Gestänge zu verbiegen)
  3. Motor auf Leerlauf ??!!!!!
  4. Motor mit Anlasser starten
Sollte der Motor nicht anspringen,sollten Sie folgendes kontrollieren: Läuft der Motor, können Sie den Leerlauf etwas weiter erhöhen. Halten Sie dabei den Rotor aber gut fest. Machen Sie dies aber nicht allzu lang (<30 Sek.), da sonst die Kupplung darunter leiden könnte. Ist der Motor neu, so können Sie ihn natürlich im Modell einlaufen lassen. Dazu sollte er etwas!! fetter eingestellt werden.
 

Blattspurlauf

Sollte der Helikopter nun bei 1/4 Gas mit drehendem Rotor stark schütteln, sollten Sie umgehend den Motor stoppen (Leerlauftrimmung ganz zurück) und die Einstellungen nochmals kontrollieren. Beim Gasgeben wippt und schüttelt der Heli naturgemäß etwas, bis sich die Blätter durch die Fliehkraft ausgerichtet haben.  Danach sollte der Rotor aber ausgeglichen und ruhig drehen.

Der Motor darf nur so hoch drehen, das das Modell noch nicht abhebt. Zum Einstellen des Vollgases und des Blattspurlaufs bietet sich ein Trainertisch an, wie er bei Robbe/Schlüter im Programm ist. Der Tisch wird im Boden mit Erdnägeln fixiert und der Helikopter auf eine flexible Lagerung geschraubt. Dies erlaubt dem Hubi eine leichte Nick- und Rollfreiheit und vertikal kann er sich ca. 15 - 20 cm bewegen.

Beim Einstellen des Blattspurlaufs beobachten Sie seitlich die Blattspitzen. Haben Sie eine der Blattspitzen  mit etwas farbigem Klebeband versehen, können Sie nun unterscheiden welches Blatt höher und welches niedriger läuft. Nehmen Sie nun das Gas wieder zurück bis der Rotor nicht mehr dreht und verstellen den Anstellwinkel des zu hoch laufenden Blatt. Dies geschieht mit Hilfe des Steuergestänges des entsprechenden Blatthalters. Verkürzen Sie das Gestänge, indem Sie mittels der Kugelkopfzange das Gestänge von einer Kugel abziehen und den Kugelkopf um eine halbe Umdrehung reindrehen.

Nun wiederholen Sie den gesamten Vorgang (Gasgeben, Spurlaufkontrolle, Einstellen etc.) bis die Blattspitzen auf einer Ebene laufen. Je genauer Sie hier vorgehen, umso folgsamer wird sich der Hubschrauber später benehmen.

Heckrotor

Haben Sie den Blattspurlauf eingestellt, können Sie mit der Kontrolle und dem Einstellen des Heckrotors weitermachen. Wenn Sie sich sicherer fühlen, montieren Sie ruhig ein Trainingsgestell (ein großes X-Kreuz aus Buchenrundstäben mit je einem Tennisball am Ende, oder ein Hula-Hup Reifen mit zwei stabilen Kiefernleisten s.a. nächstes Kapitel). Stellen Sie den Hubi mit dem Heck auf Sie zeigend vor sich auf und geben langsam Gas bis das Modell sichtbar leicht auf den Kufen wird.Folgende Bewegungen des Modell können sich nun zeigen: So haben Sie alle mechanischen Einstellungen vorgenommen und können Sie sich einigen Feinheiten widmen. Noch besser ist es, wenn Sie einen fortgeschrittenen Piloten haben, der Ihnen die nachfolgenden Einstellungen abnimmt:   Nun haben Sie einen Helikopter, mit dem Sie anfangen können die Grundlagen zu üben.
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