Auf dem Flugfeld
Haben Sie nun alle Grundeinstellungen, die man in der Werkstatt durchführen
kann, erledigt? Dann kann es ja das erste Mal auf's Flugfeld gehen. Zuvor
müssen Sie aber eine Endkontrolle Ihres Modellhubschraubers durchführen
(immer vor jedem Flugtag).
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Sender- und Empfängerakku geladen ?
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Sind alle Steuergestänge leichtgängig ? (bei einem neuen Modell
gehen sie anfänglich etwas strenger)
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Alle Schrauben und Muttern sorgfältig angezogen (nicht locker) ?
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Motorbefestigung gut angezogen ?
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Schalldämpfer und Befestigung fest ?
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kann sich Tankpendel frei bewegen ?
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Spritschlauch ohne Knicke und Risse ?
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Sprifilter sauber ?
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Antenne ordentlich verlegt ?
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alle Stecker richtig gesteckt ?
Bevor Sie sich auf den Weg machen, eine weitere Checkliste, :
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Elektrostarter für den Motor dabei ?
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Starterakku geladen ?
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Sprit dabei ?
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Spritpumpe dabei ?
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Glükerzenakku und Anschlußkabel dabei ?
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Werkzeug (Imbusschlüssel, Kugelkopfzange, etc.) ?
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Rotorblätter dabei ????
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farbiges Klebeband ?
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Einstellehre für Rotorblätter ?
Machen Sie sich Gedanken, was Sie alles zum Einstellen und Fliegen brauchen.
Nichs ist ärgerlicher als unverrichteter Dinge wieder heimfahren zu
müssen, weil man etwas vergessen hat.
Und noch etwas:
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Ihre Funkfernsteuerung muß bei der Bundespost
angemeldet sein (Anmeldeformular liegt jedem Fernsteuerset bei).
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Sie müssen in Besitz einer gültigen
Modellflugversicherung sein (Zusatz zur normalen Haftpflichtversicherung).
Auf dem Flugfeld
Auf dem Flugfeld angekommen, bauen Sie den Modellhubschrauber so zusammen,
wie Sie ihn für den Transport zerlegt hatten. Die Blätter in
die entsprechenden Blatthalter, Heckrotorblätter montieren und gegebenenfalls
die Kabinenhaube. Ziehen Sie die Schrauben der Blatthalter soweit an, daß
die Blätter sich mit geringem Kraftaufwand hin- und herschwenken lassen..
Kontrollieren Sie nochmals das ganze Modell, ob es während des Transports
auch keinen Schaden genommen hat.
Nun können Sie den Helikopter betanken. Achten Sie dabei darauf,
daß über den Drucktankanschluß kein Kraftstoff in den
Schalldämpfer oder das Resonanzrohr gelangt. Liegt das Kraftstoffniveau
über dem Vergaser, sollten Sie den Vergaseranschluß abklemmen,
da sonst u.U. der Motor überflutet wird (Motor läßt sich
nicht mehr durchdrehen). Sollte das einmal passieren, Glükerze raus
und den Motor mit dem Anlasser durchdrehen, bis nur noch Kraftstoffnebel
ausgeblasen wird.
Bevor Sie nun den Motor starten, vergewissern Sie sich, daß Ihr
Sendekanal frei ist. Dann erst schalten Sie die Fernsteuerung ein (erst
Sender, dann Empfänger). Die Düsennadel ist entsprechend den
Empfehlungen des Herstellers eingestellt. Achten Sie darauf, daß
mit der Leerlauftrimmung der Vergaser leicht geöffnet ist. Die meisten
Modellhubschrauber lassen sich von oben mit einem Elektrostarter anlassen.
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Stecken Sie den Glükerzenanschluß an
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Halten Sie den Rotorkopf mit der linken Hand gut fest (ohne irgendwelche
Gestänge zu verbiegen)
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Motor auf Leerlauf ??!!!!!
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Motor mit Anlasser starten
Sollte der Motor nicht anspringen,sollten Sie folgendes kontrollieren:
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saugt der Motor Kraftstoff an ?
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ist die Leerlaufeinstellung zu niedrig ?
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dreht der Anlasser in der richtigen Richtung ?
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funktioniert der Glühkerzenakku ?
Läuft der Motor, können Sie den Leerlauf etwas weiter erhöhen.
Halten Sie dabei den Rotor aber gut fest. Machen Sie dies aber nicht allzu
lang (<30 Sek.), da sonst die Kupplung darunter leiden könnte.
Ist der Motor neu, so können Sie ihn natürlich im Modell einlaufen
lassen. Dazu sollte er etwas!! fetter eingestellt werden.
Blattspurlauf
Sollte der Helikopter nun bei 1/4 Gas mit drehendem Rotor stark schütteln,
sollten Sie umgehend den Motor stoppen (Leerlauftrimmung ganz zurück)
und die Einstellungen nochmals kontrollieren. Beim Gasgeben wippt und schüttelt
der Heli naturgemäß etwas, bis sich die Blätter durch die
Fliehkraft ausgerichtet haben. Danach sollte der Rotor aber ausgeglichen
und ruhig drehen.
Der Motor darf nur so hoch drehen, das das Modell noch nicht abhebt.
Zum Einstellen des Vollgases und des Blattspurlaufs bietet sich ein Trainertisch
an, wie er bei Robbe/Schlüter im Programm ist. Der Tisch wird im Boden
mit Erdnägeln fixiert und der Helikopter auf eine flexible Lagerung
geschraubt. Dies erlaubt dem Hubi eine leichte Nick- und Rollfreiheit und
vertikal kann er sich ca. 15 - 20 cm bewegen.
Beim Einstellen des Blattspurlaufs beobachten Sie seitlich die Blattspitzen.
Haben Sie eine der Blattspitzen mit etwas farbigem Klebeband versehen,
können Sie nun unterscheiden welches Blatt höher und welches
niedriger läuft. Nehmen Sie nun das Gas wieder zurück bis der
Rotor nicht mehr dreht und verstellen den Anstellwinkel des zu hoch laufenden
Blatt. Dies geschieht mit Hilfe des Steuergestänges des entsprechenden
Blatthalters. Verkürzen Sie das Gestänge, indem Sie mittels der
Kugelkopfzange das Gestänge von einer Kugel abziehen und den Kugelkopf
um eine halbe Umdrehung reindrehen.
Nun wiederholen Sie den gesamten Vorgang (Gasgeben, Spurlaufkontrolle,
Einstellen etc.) bis die Blattspitzen auf einer Ebene laufen. Je genauer
Sie hier vorgehen, umso folgsamer wird sich der Hubschrauber später
benehmen.
Heckrotor
Haben Sie den Blattspurlauf eingestellt, können Sie mit der Kontrolle
und dem Einstellen des Heckrotors weitermachen. Wenn Sie sich sicherer
fühlen, montieren Sie ruhig ein Trainingsgestell (ein großes
X-Kreuz aus Buchenrundstäben mit je einem Tennisball am Ende, oder
ein Hula-Hup Reifen mit zwei stabilen Kiefernleisten s.a. nächstes
Kapitel). Stellen Sie den Hubi mit dem Heck auf Sie zeigend vor sich
auf und geben langsam Gas bis das Modell sichtbar leicht auf den Kufen
wird.Folgende Bewegungen des Modell können sich nun zeigen:
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bei einem linksdrehendem Rotor, wird der Heli durch das Drehmoment versuchen
nach rechts zu drehen. Das wird durch den Heckrotor ausgeglichen.
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das Modell nimmt beim Abheben die Nase hoch. Hier stimmt entweder der Schwerpunkt
oder die Nickeinstellung nicht. Die Nickeinstellung korrigieren Sie mit
der Trimmung.
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das Modell hebt das Heck beim Abheben und wandert nach vorne. Mit der Nicktrimmung
korrigieren.
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Kippt der Hubschrauber nach links, müssen Sie mit der Trimmung nach
rechts korrigieren.
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Kippt der Heli nach rechts, korrigieren Sie nach links.
So haben Sie alle mechanischen Einstellungen vorgenommen und können
Sie sich einigen Feinheiten widmen. Noch besser ist es, wenn Sie einen
fortgeschrittenen Piloten haben, der Ihnen die nachfolgenden Einstellungen
abnimmt:
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wenn der Heli schwebt, lassen Sie durch einen Beobachter nachsehen, welche
Pitchknüppelstellung Sie haben. Steht der Steuerknüppel nicht
in der Mitte, korrigieren Sie die Stellung in der Computerfernsteuerung
mit dem Menüpunkt "Schwebepitch".
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Wenn man das Schwebepitch verändert, kann es durchaus passieren, daß
die Gasstellung nicht mehr passt. Der Motor wird regelrecht gewürgt.
Das können Sie dann mit dem Menüpunkt "Schwebegas" ändern.
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sollte das Heck in kleinen Ausschlägen schnell hin- und herschwingen,
ist meistens der Kreisel zu stark eingestellt. Reduzieren Sie die Kreiselwirkung.
Die Kreiselempfindlichkeit liegt meistens auf Kanal 7 und wird mit einem
Schieberegler gesteuert.
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beim Gasgeben (Pitch erhöhen) versucht der Hubschrauber durch die
Drehmomentänderung nach rechts zu drehen, beim Pitchverringern
dreht er nach links. Dies läßt sich in der Computerfernsteuerung
ausgleichen (statischer DMA). Siehe Handbuch des Fernsteuersenders.
Nun haben Sie einen Helikopter, mit dem Sie anfangen können
die Grundlagen zu üben.
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Copyright © 1997 Thomas Winkler.
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