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Dahab - Sinai, Ägypten, März 2007
März 2007 waren wir zum Kurzurlaub in Dahab auf der Sinai-Halbinsel
Ägyptens. Bilder gibt's hier im
Fotoalbum
Dahab Sinai und auf
Uwe's Homepage, sowie bei
Jule & Marcel, eine automatische
DIA-Show gibt's auch.
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| Vorgeschichte

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Für uns war dieser Trip auch eine Reise in die Vergangenheit
unserer Tauchkarriere. Schon drei mal vorher waren wir an den
Plätzen rund um Dahab. Als bekennende und leidenschaftliche "etwas tiefer Taucher" sehen wir den zunehmenden Tauchtourismus und
die fortschreitende Kommerzialisierung und Professionalisierung immer
mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die
Infrastruktur mit Hotels, Restaurants, Banken,
Einkaufsmöglichkeiten, Tauchbasen, Verfügbarkeit von
Leihausrüstung
einschließlich verschiedener Gase, Anfahrtsmöglichkeiten,
Einstiege an den Tauchplätzen, Sonnendächern, Toiletten und vielem
mehr wurde immer besser. Der Ort Dahab hat sich deutlich weiter
entwickelt. Andererseits nimmt damit auch die Zahl der Taucher und der
Vorschriften sowie der Müll! ständig zu. Jene Zeiten in denen uns
Beduinenfahrer die Flaschen auf ihren Pickup luden und zu den
Tauchplätzen fuhren und wir uns mit Tauchplatzbeschreibung
in der Hand selbstständig ohne Guide in die Tiefe stürzen konnten
sind leider in Ägypten einfach vorbei.
Auf der "boot 2006" wurde ich durch
Bilder aus dem Taucher.Net auf das neue Ressort Sea & C
aufmerksam. Erinnerungen wurden wach, kurzfristig keimte Hoffung.
Ich will hier jetzt keine Diskussion über "Tieftauchen"
führen - die Argumente sind bis zur Erschöpfung ausgetauscht (flames
bitte an dev.nul). Vor Ort haben wir
nach einer kurzen Diskussion mit unserer hervorragenden und
liebenswerten Tauchführerin Silvie Martin dann aber aus
Verantwortung gegenüber unseren Gastgebern das Hole-Projekt
begraben. Details zum ansonsten recht angenehm freien Tauchen
siehe unten. |
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Planung & Anreise

Luftbild Sinai
GNU Lizenz

teils windig |
Planung: Auf der "boot 2007" gab es dann ein
interessantes "Messeangebot" und ein aufschlussreiches Gespräch mit
Mario dem Besitzer von Sea & C. Nach kurzer Absprache mit unseren
Vereinskameraden buchten wir direkt bei Mario per Mail. Die
Flüge arrangierten wir selbst übers Internet.
Zu unserer großen Freude verstärken noch unsere zwei
Vereinsneuzugänge und aktive Nachwuchstaucher Juliane und
Marcel unser Team und so waren wir mit meiner Frau Monika
und unseren häufigen Reisebegleitern
Uwe und Gerhard eine schöne Gruppe von 6
tatendurstigen
Poseidontauchern.
Als Reisezeit ist September, Oktober am besten geeignet. Das Wasser
ist dann recht warm und die Luft nicht mehr so heiß. Da wir aber
Resturlaub aufbrauchen wollten waren wir auf Anfang
März fest gelegt.
Klima im März:
- an Land: Lufttemperatur tags 24-27°, nachts 10°,
mittlerer bis stärkerer kühler Wind, kein Regen
- im Wasser: Wassertemperatur relativ konstante 19 - 22°, wenig
bis mittlere Strömung, manchmal Wellen. Als Anzug ist ein 7mm mit
Weste und Haube oder leichter Trockentauchanzug empfehlenswert.
Kosten: Aufgrund des Boot-Angebotes sehr günstige (350€
pro Woche inklusive Halbpension und 5 Tage a 2 mal Tauchen), geringe
zusätzliche Kosten für Essen und Getränke, sowie 180€ für 10 weitere
Tauchgänge. Als
Zahlungsmittel werden Ägyptische Pfund und im Hotel € (Euro) akzeptiert.
Barabhebung mit EC-Karte in Dahab möglich.
Anreise: Flug
Condor oder
LTU (beide 30kg
Tauchgepäck frei) nach Sharm El-Sheikh (4,5 Std), vor dort per
Kleinbus oder Taxi (1,5 Std)
nach Dahab. Tipp: Wenn man nur nach Dahab will, braucht man
gar kein Ägyptisches Visum, also sofort vorbei an der Schlange beim
"Briefmarkenstand" und vor zur Passkontrolle. Auf Nachfrage einfach
"sinai only" angeben. |
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| Unterkunft &
Verpflegung

Sea & C Resort

Innenhof

Zimmer |
Sea & C
Resort Dahab:
Das kleine Hotel liegt sehr ruhig, nördlich kurz außerhalb des
Ortes Dahab, direkt neben dem Kontrollposten der Polizei. Bis zum
Ortzentrum sind es ca. 2km oder 30 Minuten zu Fuß oder 5 Minuten
und 10 Pfund per Pickup-Taxi.
Die Straße zu den nördlichen und sehr nahe gelegenen Tauchplätzen
(Canyon, Blue hole etc.) trennt den Hotelvorplatz vom Hotel
eigenen Strand mit dem schönen überdachten, windgeschützten und
mit Teppich ausgelegten Sitz- und Liegelager. Der Verkehr hält sich in
Grenzen und erliegt in der Nacht vollkommen.
Das Hotel ist weitgehend neu restauriert und mit ca. 20 Zimmern
auf zwei Stockwerken sehr übersichtlich und familiär. In der Form
eines Rechtecks mit der schmalen, vorne nur einstöckigen Seite zum
Meer und Ausrichtung der Fenster in den Innenhof hat man je nach
Lage des Zimmers eingeschränkten Blick aufs Meer. Von der
großen Freiterrasse mit Sonnenliegen, Sitzgelegenheiten,
Bar und Fernsehraum vorne auf dem Dach ist der Blick auf Meer,
Berge und Dahab völlig ungetrübt. Sonnen- und Windschutz auf
der Terrasse sind noch in Planung.
Die Zimmer sind geräumig, nett eingerichtet, mit Ventilator
oder Klimaanlage und guten Durchlüftungsmöglichkeiten
einschließlich Fliegen- und Moskitogitter (da nicht 100% dicht
sollten sehr empfindliche vorsichtshalber Autan oder
ähnliches einpacken). Telefon, Fernseher und ähnlichen im Urlaub
für mich unnötigen Schnickschnack gibt es im Zimmer nicht -
dafür etwas Obst :-). Bad und Toilette sind ok und sauber. Die
Betten vermitteln das landestypische Sandkuhlenliegegefühl.
Sehr positiv hervor zu heben ist der hoch auflösende Beamer
auf dem Gäste Fernsehen oder DVDs kucken können oder auf selbst
mit zu bringenden Notebooks die digitale Bildausbeute des Tages
sichten und präsentieren können. WLAN gibt's auf Nachfrage.
Das Abendessen in Form eines Büffets ist gut und immer
ausreichend. Es gibt Suppe, verschiedene Salate, meist Huhn und
Rind - oft in Soße, Reis und Nudeln, manchmal Kartoffeln und immer eine
Nachspeise. Für Vegetarier gibt es extra Soßen oder Auflauf.
Sonderwünsche werden auch soweit möglich erfüllt. Fisch gibt es
(mit guter Begründung) nicht. Die Abwechslung und Auswahl ist
vielleicht nicht so groß wie in manchen 4-Sterne Hotels der Gegend - dafür
ist Qualität und Geschmack durchaus ebenbürtig bis besser. Für
Nachwürzen mit Salz und Pfeffer ist meist noch Spielraum,
Knoblauch ist i.d.R. reichlich enthalten. Mittagessen nach
Karte kostet im Schnitt 30 - 40 Pfund (also x : 7 = ca. 5 €).
Zum Frühstück gibt es als besondere Wohltat für Toast- und
Knatschbrothasser frisches Brot und Brezeln von der
"deutschen Bäckerei" in Dahab.
Das Personal ist freundlich, kompetent und unaufdringlich.
Manchmal ist eine winzige Anschubfrage nötig. |
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| Tauchen
... Basis...

... Betrieb ...

... Ablauf
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Sea & C:
Das zum Hotel gehörende Tauchcenter wird auch von Mario und
seiner Frau Sandra geführt. Zur Seite stand ihm Mirko als Guide
und rechte Hand. Die Basis läuft unter PADI-Flagge mit den
obligatorischen zig Formularen, Belehrungen, Absauferklärungen
etc. Positiv ist, dass das erforderliche ärztliche Attest auch
durch eine Selbstauskunft ersetzt werden kann.
Es gibt direkt im Hotel einen einfachen Schulungsraum,
Trockenraum, Dusche, Toiletten und einen Raum mit Leihausrüstung
und Werkstatt. Draußen gibt es drei Süßwasserspülbecken,
Aufhängevorrichtungen um was in der Sonne zu trocknen und einen
schattigen, sehr luftigen und absperrbaren Gitterverschlag für
Anzüge und Jackets. Zum Verstauen und Transportieren der
Einzelteile stehen praktische Plastikkörbe bereit.
Für die Sicherheit besitzt die Basis zwei Sauerstoffkoffer aus
ausgemusterten Bundeswehrbeständen sowie die übliche Erste Hilfe
Ausstattung.
Es gibt 12l Alu-Flaschen mit DIN-Monoventil und gegen 3 € /
Flasche Aufpreis auch 15l Alu oder Stahl. Einen eigenen
Kompressor hat die Basis nicht. Es gibt mittlerweile zwei Füll- und
Verleihstationen in Dahab. Dort holt der Fahrer jeden morgen die
benötigten Flaschen mit Pressluft oder Nitrox ab. Das Nitrox ist
zum Glück nicht "for free", was bedeutet, dass man
keine versteckten Zusatzkosten hat wenn man Pressluft
tauchen will.
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Die Ausfahrten starten meist 9:00h per Pickup und Jeep. Der zweite Tauchgang
ist dann nachmittags gegen 14:00h. Je nach Entfernung des
Tauchplatzes und Wunsch der Tauchgruppe fährt man zwischen den TG
zurück zum Hotel oder lässt sich an einem der zahlreichen
Strandrestaurants auf den typischen niedrigen Sitzkissen oder
Teppichböden nieder. Je
nach Gezeitentabelle sind noch ein dritter Tauchgang am
Spätnachmittag oder Nachttauchgang am Hausriff direkt vor dem Hotel
möglich.
Die Anfahrten zu den Tauchplätzen um Dahab dauern von 5 bis 30 Minuten.
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Mario hält wohl selbst auch
Kurse und guided manchmal, ist aber i.d.R. mit dem Hotel
ausgelastet. Wenn größere Gruppen kommen werden zusätzlich nach Bedarf
Guides und Tauchlehrer als "freelancer" verpflichtet . Wohl
wissend, dass wir Vereinstaucher sind, engagierte Mario mit
Silvie Martin eine sehr erfahrene und kompetente
CMAS-Tauchlehrerin für unsere Gruppe.
Obwohl wir mal wieder nicht um den euphemistisch "wellcome-dive"
genannten Checkdive herum kamen - mit Maske fluten und für CMAS-Taucher extra Wechselatmung statt Oktopus
,
fand ich das selten praktizierte Ab- und Anklemmen des
Inflatorschlauches einen, gerade für Neulinge in sandiger
Umgebung, wichtigen Übungsteil.
Silvie kümmerte sich hervorragend um unsere Jungsters. Uns Oldies
gab sie ein anständiges Briefing und lies uns ansonsten im
Rahmen oben genannter Einschränkungen
weitestgehend frei tauchen. Die letzten Tage, als wir dann nur
noch die Scapa-Truppe mit Monika,
Uwe und mir waren, genoss Silvie sichtlich mit uns die Ränder
und Kanten der Plätze abzutauchen, wo sie sonst bei den üblichen
Gruppenführungen auch eher seltener hin kommt.
BTW: Silvie ist gerade dabei ihr eigenes kleines "bussiness" auf
zu bauen und bietet Kurse und Führungen für kleine Gruppen und
vermietet 1-2 Zimmer(?). Ihr
könnt sie erreichen unter
Silvia.Martin@gmx.de.
Fazit: Nach meiner persönlichen von 0 -100% reichenden
Skala war das "Nannyfaktor = 10%"
An dieser Stelle einen herzlichen Gruß an unsere netten
Mittaucher: Sabine aus München (die
Trainingszeiten findest Du hier),
Karin
und L.J. vom
Tauchsportclub Münster und Walter aus Straubing.
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... Fauna & Flora

Pegasus, Flügelross

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Eine kurze Auswahl, was uns in den 20 Tauchgängen so neben vielem
anderen unter kam:
Korallen: Sehr viele Hartkorallen - Salat-, Tisch-, Geweihkorallen und
einige schwarze
Korallen, weniger Weichkorallen, einige Gorgonien (Um Sid
gigantische 2 mal 6m mit 4 LNBB) und Fächer
sowie sehr viele Anemonen (rote, grüne, weiße). Einigen Stellen
merkt mal die vielen Taucher etwas an aber im großen und Ganzen sind
die Riffe in gutem Zustand An Plätzen wie Abu Helal, Abu Talha und
manche im Süden ist alles wirklich völlig mit Hartkorallen bedeckt
und man findet kaum größere Sandflächen.
Großfisch: Nicht direkt ... einige mittlere und Schulen
mit 200-300 kleineren Barrakudas,
einzelne Napoleon, ein paar größere Zackenbarsche, Muränen,
Makrelen, einzelne Blaupunktrochen und Krokodilsfische
Kleingetier: Seenadeln, Pegasus oder Flügelrossfische
(völlig bizarr, hab ich dort öfters und sonst noch nirgends gesehen), Glasgarnelen, Schnecken aller Art,
Strudelwürmer
VBF (viele bunte Fische): Wimpel-, Fledermaus-,
verschiedenen Doktorfische, Drücker, Clownfische, tausende Anthiasbarsche,
Riffbarsche, Korallenwächter, Grundeln & Partnergarnelen, viele Rotfeuerfische,
Kaiserfische, Glasfische
und noch einige Arten mehr.
Sonstiges: Oktopusse, Sepien, einzelne Dornenkronen,
Seesterne
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... Plätze...
(fehlt noch)
Übersicht
... Süden

Caves

Um Sid

Moray Garden
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Ein unvollständige Aufzählung der Tauchplätze die von Dahab aus
per Auto angefahren werden (von Süd nach Nord).
Die meisten südlichen Plätze liegen nahe zusammen in der Nähe der
neuen Hotels und Tauchbasen (früher Lagona Divers, jetzt Orca Happy
Life Village), 8km von Dahab Zentrum entfernt. Die Anfahrt dauert
ca. 30 Minuten und geht die meiste Zeit langsam über staubige
Sandpiste.
Caves: Ende der befahrbaren Piste, kein Schatten, nur ein
kleines Cafe/Restaurant mit Hüttencamp am Hang im Entstehen. Bei
Wind etwas schwieriger Ein- und Ausstieg. Der Einstieg erfolgt per
Sprung oder rückwärts Umfallen von einer Felsplatte. Unmittelbar vor
einem liegt dann eine große Sand/Geröllhalde die sich nach links
unten zieht. Zuerst kann man rechts einen kleinen Kamin betrachten
und dann auf 10m nach links queren um an einer Wand senkrecht bis
auf ca. 40m ab zu sinken. Über die Halde nach oben gelangt man zu
den "Caves". Sie sind keine richtigen Höhlen sondern riesige
Auswaschungen, die bei ca. 15m Tiefe beginnen und bis knapp an die
Wasseroberfläche unter die Piste an der Einstiegsstelle reichen.
Ras Um Sid: Ein paar Stroh gedeckte Lattenverschläge als
Sonnenschutz, sonst keine Bauten oder Infrastruktur. Viele Taucher
kommen fertig angezogen auf dem Pickup von den nahe gelegenen
Restaurants bei "Three Pools" oder "Moray Garden", hüpfen schnell
ins Wasser und sind bald wieder weg. Der Einstieg ist leicht und
auch bei Wellen möglich. Über eine Sandallee links und rechts von
großen Korallenblöcken geschützt taucht man auf 12m ab und wendet
sich dann nach links. Nach ca. 5 Minuten über Sand kommen erste
Tischkorallen und kleine Blöcke. Erfahrene Taucher biegen nun nach
rechts unten ab und finden auf 38m zwei Gorgonienfächer mit
gigantischen Ausmaßen (geschätzt 2m mal 6m) mit etlichen
Langnasenbüschelbarschen als Fotomotiv. Nach oben dann wieder
Tischkorallen und kleinere Blöcke und ab ca. 15m sehr schön
bewachsene Riffwand zurück zum Einstieg. Manchmal Strömung.
Moray Garden: Einstieg direkt vor dem
Restaurant/Camp Moon... , das Riffdach ist hier an 2 Stellen durch
eine Sandschneise durchbrochen. Folgt man der größeren direkt nach
unten, sieht man rechter Hand ein Korallenriff mit allen Arten von
Hart- und Weichkorallen, über das man dann schön zum Ausgang
zurücktauchen kann. Liner Hand erstreckt sich zunächst eine
Seegraswiese, auf der man mit etwas Glück schwanzlose Seenadeln
entdecken kann. Etwas tiefer in loser Folge kleinere Blöcke und
Tischkorallen, zwischen denen es z.B. Igel- und Kugelfische,
Blaupunktrochen, Drachenköpfe zu entdecken gibt.
Golden Blocks: Nördlich vom Restaurant Moon... und
Orca-Hotel gelegen, V-förmiger Canyon von 15m auf 35m schräg
fallend. Am oberen Ende steht quer und malerisch eine große Gorgonie
die sicher unzählige male mit Taucher darüber schwebend abgelichtet
wurde. Unten dann quer über Sand mit
vereinzelten Korellenfläche nach Norden. Nach knappen 10 Minuten
kommt ein zweiter, etwas kleiner V-Canyon zum wieder rauftauchen.
Three Pools: (waren wir diesmal nicht), aus der Erinnerung
sind das 3 größere Pools (vielleicht 12m tief) die in 20 Minuten zu
durchschwimmen sind. Dann draußerhalb soll eine Wand bis 40m runter
gehen.
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... Ort Dahab |
Islands: Kurz südlich Dahabs, überdimensionaler
Sonnenschirm auf gepflastertem Platz erleichtert umziehen. Nach 20m
Marsch übers Riffdach steigt man in kleine "Badewanne" ein und tauch
durch einen kleinen Gang nach unten raus. So gelangt man in 3 große
Pools. Diese werden von zwei sehr großen Koralleninseln die fast bis
zur Wasseroberfläche reichen begrenzt. Das Umrunden dauert 45 bis 60
Minuten. Alles ist sehr flach 5-15m, aber wunderschön zerklüftet.
Mit vielen Türmchen, Verzeigungen, Satteln, wie ein Labyrinth. Gutes
tarieren und Orientierung gefragt. Kinderstube eines großen
Barracudaschwarmes. Auffällige, verschieden farbige Anemonen mit
Clownfischen und Glasgarnelen. Selbst für mich - 90 Minuten TG.
wert.
Lighthouse: Umziehen in stickig, stinkigem Hinterhof - die
reinste Müllkippe, dann ein paar Meter Fußmarsch über die Promenade
zum sandigen und bequemen Einstieg. Halblinks voraus runter sind
große Blöcke von 20 - 25m Tiefe hoch auf 5m, schwimmtechnisch in 3
Minuten zu umrunden aber mit gucken auf die Drachenköpfe, manchmal
Steinfische, Seenadeln und sonstiges Getier kann man schon einige
Zeit verbringen. Links über einen Riffrücken geht es dann zu einer
kleinen Wand. Grade runter (ziemlich tief) war früher mal eine große
Gorgonie.
Eel Garden: Soll laut Silvie's Aussagen sehr schön sein.
Ich erinnere mich nur an ein paar Kleine Korallenblöcke und eine
nicht enden wollende schräge Sandfläche mit tausenden Sandaalen.
Naja - ich habe es geschafft den Platz diesmal zu meiden.
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... Norden

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Ras Abu Helal: Unmittelbar nördlich vom Hotel Tropitel
gelegen, eine Schautafel mit Platzbeschreibung am Einstieg. Weit
übers Riffdach geht es zum Einstieg in eine ca. 50m x 200m große und
10m tiefe Lagune die links vom "Ras" eingefasst wird. Die Lagune hat
zwei flache Ausgänge in den Außenriffbereich. Beim raustauchen muss
man sich die sehr gut einprägen da sonst der Ausstieg zum Problem
wird. Über endlose Hartkorallenflächen schräg den Hang hinunter,
vorbei an zwei großen Korallenhügeln, sieht man nach 10 Minuten
unter sich quer zur Tauchrichtung parallel zur Küstenlinie einen 30c
bis 1m breiten Spalt. Dieser "little canyon" erstreckt sich wohl
kilometerlang, oft nicht sichtbar, auf Tiefen von 30 bis 50 quer
über die Tauchplatze Abu Talha, Abu Helal, C19 und weiter in den
Süden. Der Canyon ist wie ein unterseeischer Gang, an den Stellen
die ich kenne ca. 10m tief und 2 bis 3m breit. Es gibt einzelne
Stelle wo man sich durch den schmalen Deckenspalt reinzwängen
könnte.
Wir hatten von Mario "strengstes Verbot" rein zu tauchen. Ich
habe auch diesmal keine Stelle gesehen an der es leicht und
ungefährlich möglich gewesen wäre und so haben wir es auch aus
eigener Entscheidung bleiben lassen. Vor ein paar Jahren waren wir
an einem andren Abschnitt wo eindringen problemlos möglich war. Wer
wirklich erfahren ist und sich das zutraut (ausgebildete und
entsprechend ausgestattete Höhlenfreaks mal inner vor gelassen)
sollte m.E. dann aber den Gang nur kurz inspizieren und bei dem Loch
wieder raus kommen bei dem er rein ist. Am besten einer bleibt am
Eingang, denn das sieht von innen ganz anders aus, die Breite ist
schwer zu schätzen und das Adrenalin steigt dann schon hoch wenn man
mit der Flasche aneckt. Siehe auch "the
cave that swallowed a road" - über Höhlen- und Tec-Tauchen bei
Ras Mamlach, Canyon, Blue Hole, C19 im Divernet.
Abu Talha: Von der geteerten Straße 800m von dem Canyon
ab, zwischen Rohbauten durch zum Strand. Meist kein Taucher weit und
breit, kein Restaurant, kein Hotel in Betrieb, nichts - nur Sand.
Mühsamer Marsch 50m übers Riffdach mit Löchern übersäht. Dann
vielleicht 2 x 4m großer und 8m tiefer Pool zum abtauchen. Über eine
Sattel raus gelangt man auf einen schräg abfallende, in alle
Richtungen schier nicht enden wollenden Hartkorallengarten. 45%
rechts runter gelangt man bei 30m zu einem topfrunden 6-8m tiefen
10m durchmessenden Loch, "cinderellas grove" genannt. Der
Korallenhang zieht sich weit weit runter, alles über und über
bedeckt, keine Sandflächen weit und breit. Obwohl eigentlich nicht
wirklich spektakulär ist das mein Geheimfavorit. Wenn man 40 Minuten
nach Norden taucht gelangt man zum Canyon Garden.
Canyon: Einfacher Einstieg, dann 5 Minuten durch die
Lagune schwimmen und am Boden nach Blaupunktrochen und den
urzeitlich aussehnenden Flügelross / Pegasusfischen Ausschau halten.
Links (nördlich) gelangt man nach 5-7 Minuten auf 18m zu einem
größeren Loch im Riff, das den Einstieg in den Canyon darstellt.
Unter dem Einstiegsloch liegt der Sandgrund bei ca. 30m. Brave
Taucher werfen ein Blick nach unten und tauchen dann die Röhre nach
oben. Nach einer kleinen Kaminartigen senkrechten Engstelle gelang
man in den "fishbowl". Das ist ein kleiner Dom mit tausenden
Glasfischen. Dort geht es dann durch ein Fenster wieder nach außen.
In die andere Richtung zieht sich der Canyon nach unten. Durch den
Spalt oben dringt immer etwas Licht ein, aber Ausgänge gibt es dann
erst wieder weiter unten in "verbotenen Tiefen". Wenn man dem Gang
bis 40m folgt sieht man die beiden Ausgänge bei knapp 50 und ca.
55m. Die Außenseite des Canyons ist ein toller Hartkorallenrücken
der sich nur noch "Techies" voll erschließt.
Canyon Gardens: Wie Canyon, nach Lagune rechts (südlich)
halten gelangt man zu einer erst etwas flach, weiter unten steiler
verlaufenden "slope", schön bewachsen mit allen Arten von Korallen.
Blue Hole: Mit Einsteig im Hole selbst und Möglichkeit
über den Sattel und außen rechts nach Süden zu gehen oder mit 150m
Wanderung nach Norden zum spektakulären Einstieg in der
Felsbadewanne von "Bells". Der ca. 4 m lange und
1,5m breite Badenwannen artige Pool bietet Platz für 3-4 Taucher zum
Einsteg. Dann geht es im Gänseschwumm einer nach der anderen
kopfüber den senkrechten, nach außen offenen Kamin runter. Nach ein
paar kleinen Absätzen kommt unten ein kurzes geschlossenes Stück
Röhre das dann auf knapp 30m nach außen endet. Vor Verlassen des
Absatzes noch mal schnell Befestigung von Lampe und Kamera prüfen
und dann raus - Steilwand, Abgrund, dunkles Blau. Du hängst über dem
Nichts und blickst nach unten, nach oben, nach links, nach rechts -
alles eine einzigartige senkrechte Wand. Nach rechts (Süden) unter
einem schönen Überhang durch und langsam an Höhe gewinnen. Nach
gemütlichen 30 Minuten schwimmen ereicht man den Sattel der in 7m
Tiefe dann den Weg zurück ins eigentliche Blue Hole eröffnet. Je
nach Vorlieben dann links oder rechts die Wand lang oder noch mal
über das Bodenlos scheinende Hole quer rüber erreicht man nach
weiteren 5-10 Minuten den Ausstieg.
Andere Tauchgänge im Blue Hole gibt natürlich auch. Aber das ist
wie mit 220 km/h auf der Autobahn. Es gibt Leute die sich das
trauen. Bei guten Fahrern geht's meist gut. Nicht immer, und wenn
was passiert kracht es gescheit. Fahren mag ich nicht so schnell ...
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| Landgang
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Aus Faulheit, Bequemlichkeit, Zeitmangel und weil
es für den Erholungseffekt auch mal gut ist nur rum zu sitzen, zu
lesen und zu ratschen haben wir diesmal nichts weiter unternommen.
Es bieten sich folgende Ausflüge an (siehe auch
Links):
- Kameltour, Coloured Canyon, Oase Ain Hudra
- Katharinen Kloster und Berg Moses
- Ras Mohammed
- Wrack der Thistlegorm
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| Weitere
Links |
Tauchen:
Divernet aus dem britischen Diver magazine
Land:
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| Taucher.NET |
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