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PATD Cave 1 - Lot, Frankreich, Aug. 2008
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August 2008 waren wir - Uwe II, Monika und Helmut - zum Höhlentauchkurs von Ralph Wilhelm (PATD) im Lot, Frankreich. Ein paar Bilder gibt's hier im
Fotoalbum Cave-1. |
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Planung
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Nachdem wir schon ein paar einfache Meereshöhlen in
Sardinien und Palau betaucht hatten, aber das mulmige Gefühl nicht
los wurden - was passiert wenn unseren Vortauchern was passiert - war
es an der Zeit selbst die Fähigkeiten zu erlernen in Höhlen zu
tauchen und zu überleben. Schluss mit den "trust me dives",
selbst ist der Taucher und die Taucherin. Unser Vereinskamerad Stefan,
seit Jahren schon dem technischen Tauchen verschrieben und seit 2005 vom
Höhlenfieber infiziert, empfahl uns Ralph Wilhelm als äußerst
fähigen und vertrauenswürdigen Lehrer. Beide folgen der
Tauchphilosophie "DIR - doing it right" und unternehmen
mittlerweile öfters gemeinsame Projekte im Rahmen des "EKPP
- European Karst Plain Project". |
Vorbereitung
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Wir sind Sporttaucher - strokes - und
wollen es bleiben. Trotzdem haben wir von der Tauchphilosophie und
Ausrüstungskonfiguration "DIR" sehr viel lernen und
übernehmen können. Da der Kurs stark am DIR-Gedanken orientiert ist,
hatten wir unsere Ausrüstung (soweit es das Budget zuließ)
entsprechend mit Doppelgeräten, Wingjacket und Tanklampe aufgerüstet
und Automatenkonfiguration sowie Schlauchführung angepasst. Wichtig war, dass wir das "Tauchen ohne Maske" und "blind
an der Leine entlang" im See trainiert hatten. Damit waren diese
Kursübungen dann schon leichter zu meistern. |
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Reisezeit |
Juni bis September ist für
Zentralfrankreich eine geeignete Reisezeit.
Selbst im August, in Frankreich eigentlich Hochsaison, ist das
Departement Lot
weit ab vom Massenandrang und bietet ausreichend Platz und Ruhe. |
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Klima |
- an Land: Lufttemperatur tags 20° - 33°, nachts bis
10°,
leichter Wind, vereinzelt kürzere Regenschauer
- im Wasser: Wassertemperatur relativ konstante 12 - 13°
in den Höhlen.
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Anreise &
Kosten |
Route: München - Lindau/ Bregenz, Schweiz, Lyon, Clermont Ferrand, Brieve
- ca. 1250km / 12 Stunden.
Kosten: Jahresvignette Schweiz 27€, Autobahnmaut
Frankreich ca. 40€ (einfach). Benzin und Diesel ist in Frankreich
und Österreich billiger als bei uns. In Frankreich gibt es sehr
große Preisunterschiede, günstig ist es an den Zapfsäulen der großen
Supermärkte.
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| Unterkunft &
Verpflegung 
Unsere Behausung, ein gemieteter Carava
 Caravan Küche

Mietzelte
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Camping
Le
Pré de Monsieur, 46160 Marcilhac sur Cele.
Der Platz liegt idyllisch am Flüsschen Cele am Rande des kleinen
Ortes Marcilhac in einem engen Tal. Die Ausstattung
ist einfach und teilweise etwas provisorisch, halt
kein ADAC 5*-Platz. Die Anlage wird von Monsieur Pagnien, seiner Frau und den
beiden erwachsenen Söhnen als Familienbetrieb geführt. Alle sind sehr freundlich und
bemüht, unermüdlich am herrichten, ausbessern, sauber machen oder
kochen und servieren im kleinen Restaurant.
Die
Sanitäranlagen sind einfach und sauber, die Wände von der Chefin
persönlich liebevoll mit netten Malereien verziert. Warmwasser
in den Duschen ohne Aufpreis und ohne
Reguliermöglichkeit. Bei den Toiletten neben den obligatorischen französischen
gibt es auch
ausreichend Sitzschüsseln.
Der Platz selbst ist sehr ruhig, die angrenzende Strasse kaum
befahren.
Hohe Bäume bieten Schatten.
Der Blick auf den ruhigen, dunklen Fluss, die einfachen
Steinhäuser des Ortes und die imposanten Steilwände hinauf zur
Hochebene bieten eine Kulisse wie aus vergangener Zeit.
Die weitere Ausstattung:
Swimmingpool, Tennisplatz, Kanu- und Fahrradverleih.
Fest installiert zum Mieten:
5 Wohnwagen mit Vorzelt, und 2 Pavillonzelte. Die Angabe "für 4 Personen"
ist mit Vorsicht zu betrachten und bezieht sich eher auf Eltern mit Kinder.
Mitte / Ende August war zwar noch offiziell noch Hauptsaison, aber
schon nicht mehr besonders viel los auf dem Platz. Ein im Freien
stehender, nicht schallisolierter, alter Coltri-Kompressor
(nicht unserer!)
verdarb die Ruhe zeitweise.
Wir selbst hatten uns für 250€ pro Woche einen Caravan gemietet.
Für zwei Personen bietet er ausreichend Platz. In der Küche
konnten wir immer Nudeln oder Gemüse als Ergänzung zum
Grillfleisch zubereiten. Im riesigen Vorzelt war ausreichend
Platz für die ganze Ausrüstung.
Alternativen: Außerhalb der Hauptsaison gibt es eine
größere Anlage mit allein stehenden Häusern zum Mieten - die
Domaine de
Gayfié. Gerade in den Wintermonaten soll das preisgünstig
und komfortabel sein. |
| Verpflegung |
- Das Restaurant auf dem Campingplatz sieht recht einfach
aus. Die wenigen Gerichte sind mit 10 - 15€ nicht billig aber
sehr gut. So mal schnell einen Happen zwischendurch wie
Spagetti, Sandwichs oder Hamburger vermisst man leider.
- Im Ort gibt es 2 Restaurants, die aber teilweise geschlossen
waren, bzw. nur Mittagstisch anboten, einen kleinen Laden und
einen Bäcker.
- Für die normalen Einkäufe sind Fahrten in die nächsten
etwas größeren Orte Cajarc und Gramat angesagt.
- In Cajarc besuchten wir ein uriges Restaurant, "Chez
Moulino". Die Menüs mit Preisen von 15 - 30€ waren typisch
französische "Land-Küche" und ganz gut.
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| Tauchen  Magische Löcher
Kurs ...
 Blinde Kühe
... Ablauf ...
 Ralph beim Abseilen
... Inhalt ...
 Lampenführung
jetzt OK
 Uwe bei Aufnahmeprüfung
für Team 1
... Prüfung

Materialschlacht
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PATD Cave 1:
Der Kurs geht über 5 - 6 Tage.
Sonntag: Zunächst viel Theorie und
Ausrüstungskonfiguration, insbesondere auch für uns Strokes die
DIR Basics, DIR drills, Schlauchführung usw. Nachmittags schon
der erste Eingewöhnungstauchgang. Zunächst die "drills", dann
rein in die erste Höhle "Ressel",
vielleicht 100m, erste Höhlenluft schnuppern. Auf dem Rückweg
gleich Maske runter, geführt schwimmen, Maske rauf, Maske
runter, Ersatzmaske rauf und runter, und noch mal und noch mal.
Wieder an der Oberfläche, gibt es sofort nach jedem Tauchgang
die obligatorische Nachbesprechung: Selbstkritik, Partnerkritik,
Teamkritik und Verbesserungsvorschläge durch die Instruktoren.
Nach dem ersten TG kann man noch überlegen und "kostenfrei"
abbrechen. Aber zum lang Nachdenken kommen wir gar nicht.
Erleichtert und etwas stolz, dass eigentlich alles ziemlich
problemlos gegangen ist, entscheiden wir uns alle weiter zu
machen. Sepp und Martin füllen bis in die Dunkelheit Pressluft
in Flaschen, der Rest bereitet den Grill und Nudeln. Nach dem
Essen, kurze Nachbesprechung und Planung für den nächsten Tag.
Geschafft geht's um 23:00h in die Koje.
Montag: 7 Uhr wecken, Frühstück, Theorie,
Ausrüstung zusammen sammeln und ab. Wir fahren ein paar
Kilometer zu einer Parkplatz in einem lichten Eichenwald. Dort
Leinentheorie und -Praxis. Bald sind hunderte Meter Caveline
zwischen verkrüppelten Bäumen kreuz und quer verlegt. Im
Gänsemarsch und blind, zu neudeutsch "in touch contact" tasten
und stolpern wir durch den Wald. Als Hintergrundberieselung das
Knattern der Kompressoren.
Nach kurzer Mittagspause wieder zur "Ressel"
zum 2.TG - jetzt die Übungen mit Reel in der Höhle. 200m rein,
blind ohne Maske an der Führungsleine entlang wieder zurück. Am
Ende die verlegte Leine wieder aufs Reel spulen und raus. Gegen
18:00h noch schnell in den nächsten größeren Ort zum Einkaufen
und Tanken. Das gewohnte Abendprogramm: Füllen, grillen, essen,
besprechen - umfallen.
Dienstag: 7 Uhr... Ab jetzt stehen jeweils zwei
Tauchgänge auf dem Tagesprogramm. 2 mal Ressel - Übungen: "touch
contact" und den halben TG ohne Maske. Irgendwann ist uns das
völlig egal. Selbst als dann noch ein Flossenschlag mir den
Automaten aus dem Mund befördert - ohne Licht, ohne Sicht, ohne
Maske, ohne Luft - bleibt die Hand an der Leine und ich denke
nur "super Übung - echt Klasse"
.
Nachmittags dann weitere Übungen, u.a. ohne Automat 15m
Streckentauchen - einmal eingeatmet und dann ausgeatmet. Die
Lehre: In Zukunft doch näher beim Tauchpartner bleiben.
Mittwoch: Diesmal 6:30 Uhr wecken. Die Anfahrt zur
"Landenouse" kostet knapp 1 Stunde. Zunächst vor Ort
ausführliche Einweisung in die lokalen Gegebenheiten und die
besonderen Schwierigkeiten des Tauchplatzes (siehe unten).
Unserem 1.Team, den jüngeren, kräftigen Burschen, geht das
Rumturnen mit dem schweren Gerödel, abseilen, runterklettern und
im Wasser Gerät anlegen, leicht von der Hand. Leider macht dann Patty's Lampe und Stirnhöhle nicht mehr weiter mit, so dass er
nach dem ganzen Aufwand den TG nach halber Strecke beenden muss.
Uns im Senioren-Team 2 fällt das alles etwas schwerer. Der TG
verläuft ohne größere Vorkommnisse - trotzdem in der
Nachbesprechung gibt's ordentlich was auf die Mütze: "Planloses
Gezappel, schlechte Lichtführung, disco-ligthshow, schlechte
Teamkoordination ..."
Etwas vor den Kopf gestoßen und bedröppelt und stehen wir da. Gut
- in den Seminaren zu Kurs-Psychologie haben wir selbst auch
gelernt, das ist die Phase, in der man die Selbstzufriedenheit
und wachsende "geht schon"- Mentalität der Teilnehmer bekämpfen
muss. OK - kurz brummeln - nächster Tauchgang in der "Ressel-2".
Diesmal konzentrieren wir uns 100% auf Teamformation und
Lichtführung - Debriefung: "na geht doch". Von der Höhle
selbst hab ich wenig mitbekommen.
Abendprogramm: Einkaufen, Grillen, Essen, Theorie, Glas Wein -
umfallen.
Donnerstag: 7 Uhr... Wieder 1 Stunde Fahrt über Stock
und Stein zur "Saint Saveur". Heute als
Hauptpunkt auf dem Programm: "neue, andere Plätze, Höhlen,
Profile, Leinenführen" kennen lernen. Im Quelltopf geht es auf
17m runter, dann durch einen flachen Spalt hinein in den schnell
abfallenden Schlund der Unterwelt. Bei 30m Tiefe ist für unser
Kurslevel und ohne Trimix Schluss. Bei Auftauchen inspizieren
wir noch zwei "habitats" - Unterwassercontainer, angebracht von
Tauchgruppen um nach langen Dekotauchgängen die Strafzeit im
Trockenen absitzen zu können.
Nachmittags Schauplatzwechsel: Nur einmal kurz um die Ecke zur "Cabouy".
Diesmal rüstet auch das Seniorenteam auf. Monika und Helmut mit
einer, Uwe mit zwei 80cft Stages. Auch das Profil dieser Höhle
führt schnell in Tiefen um und über 30m, so dass der TG
insgesamt etwas kürzer ausfällt.
Nun weiter im Norden, machen wir noch einen Abstecher nach
Rocamadour, einer romantisch in den steilen Berg gebauten
mittelalterlichen Stadt. Leider sehr touristisch. Nun schnell
noch in einen Supermarkt. Auf dem Rückweg halten wir an einem
Rastplatz und besuchen noch zu Fuß eine Trockenhöhle. Bewaffnet
mit den besten Heser-Backup-Lampen dringen wir ein paar hundert
Meter in Innere vor. Treffen auf Fledermäuse, Molche,
Höhlenschwammerl. Der Hunger beendet die Tour.
Freitag: 7:30 Uhr... Heute großer
Abschlusstauchgang. Team 1 bereitet sich auf das lange ersehnte
Vordringen zur ersten Kammer der "Ressel"
in 400m Entfernung und 40m Tiefe vor. Dazu tragen alle zwei
Stages, eine mit 21/35 Trimix. Da Patrick wegen
Stirnhöhlenproblemen zurück stehen muss, rück Uwe ins Team nach.
Wir im Team 2 - Monika und Helmut und unsere Instruktoren Ralph
und Sepp, jeder mit einer Stage, kommen immerhin 390m weit
und kehren vor dem letzten Abwärtsgang kurz vor der ersten Höhle
um. Ohne Trimix merkt man die 30m Tiefe doch stärker als 50m im
See. Die letzten Übungen "lost diver search" absolvieren
wir noch auf dem Rückweg, um dann endgültig in die oberirdische Welt zurück zu
kehren.
Am Nachmittag noch mal ein paar Stunden Theorie und Wiederholung.
Dann zum krönenden Abschluss die Theorieprüfung: 35 Fragen auf 4
Seiten - den ganze Stoff quer durch. Geschafft! Letzte Zweifel,
ob jemand die Prüfung vielleicht nicht geschafft hat, beseitigt
Ralph mit der Bemerkung: "Jetzt gehen wir mit sechs frisch
gebackenen Höhlentauchern zum Abschlussessen nach Cajarc".
Fazit: Anstrengend aber jede Minute und jeden Euro wert.
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| ... Team ... 
Team 1
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Instruktoren
-
Ralph Wilhelm - PATD Tech- und Cave-Instruktor,
Fallschirmspringer
-
Sepp Bunk - Tauchlehrer, Fallschirmspringer und -Wart,
Base-Jumper
Team 1
- Tech-Taucher, "dir" - konform
-
Patrick - Fallschirmspringlehrer, Base-Jumper Weltmeister,
Leutkirch
-
Bernhard - Freischaffender Konstrukteur von
Tech-Tauchzubehör, München
-
Martin, DIR-Taucher, Hannover
Team 2
- Sport-Taucher, TSC Poseidon München e.V., Tech-Nachwuchs
-
Uwe Scheit - erst mussten wir ihn überreden, dann ging er uns voran
-
Monika Stephan - auch meine Frau hatte erst Bedenken, ob sie das
schafft, dann durfte sie stolz sein, viel gelernt und alles
gemeistert zu haben
-
Helmut Hartmann - am meisten Knieschlottern hatte ich beim
Rumklettern auf der Brunnenmauer der
Landenouse, aber das hab ich überwunden. Unter Wasser und
sei's in einer Höhle fühle ich mich wohler.
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... Plätze...
 Abschluss TG, Ressel
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Im Rahmen des Kurses betauchten wir insgesamt 5 verschiedene
Höhlen. Leider waren wir so mit unseren Übungen beschäftigt, einen
nicht unbeträchtlichen Teil auch noch ohne Maske und/oder ohne
Licht, so dass von den Höhlen selbst nur viele Einzelbildern in
meinem Kopf, aber keine genauen Erinnerungen an Details und größere
Zusammenhänge übrig geblieben sind. Wir müssen uns das alles noch mal
in Ruhe ansehen. Gut im Gedächtnis geblieben sind uns die Anfahrten
auf winzigen Sträßchen und die teilweise interessanten bis
abenteuerlichen Einstiege.
Emergence de Ressel: 1 km vom
Campingplatz Marcilhac, den Fluss "Cele" aufwärts, führen von der
wenig befahrenen Landstraße zwei Trampelpfade 20m die Böschung hinab
runter zum Flussufer. Die Autos muss man so nahe es geht an den Rand
der Straße abstellen und vorsichtig beim Heraustreten auf die
Fahrbahn sein. Man kann sich entweder schnell an der Straße in der
prallen Sonne umziehen und mit vollem Kampfgewicht zum Fluss
marschieren oder die Ausrüstung einzeln ans Ufer tragen und dann
gemütlich im Schatten der Bäume anlegen.
Um zum Eingang der Höhle zu gelangen, paddelt man 80m
flussaufwärts. Je nach Fliesgeschwindigkeit eine manchmal schwierige
Aufgabe. Unter ein paar hohen Bäumen auf der linken Seite
taucht man dann bei schlechter Sicht auf 3-5m ab. Plötzlich wird am
Grund der Cele das Wasser klarer und es erscheint eine große
Baumwurzel und eine Felswand mit dem Höhleneingang.
Die Ressel ist wegen ihrer moderaten Tiefe im Bereich der ersten
paar hundert Meter, den gut verlegten Leinen, dem wenigen Sediment
für die Ausbildung sehr gut geeignet. Engere Stellen und Abzweige
gibt es gerade soviel, dass es hervorragend für die verschiedenen
Übungen und ein paar Fallstricke reicht - Achtung "habt ihr den
Abzweig da unter dem Felsblock nicht gesehen?". Die ersten
170m geht der 5 bis 8m breite und ähnlich hohe Gang in einer Tiefe
von 10 - 12m fast waagrecht. Entlang der ebenen Decke fließen die
Luftblasen um sich an höher gelegenen Stellen zu sammeln und dort
spiegelnde Flächen zu bilden. Dieser Vorgang erzeugt merkwürdige
rollende Geräusche, teilweise richtige Knalllaute, so dass man als
Anfänger erst mal mit Schrecken seine Ventile prüft.
Heruntergefallene riesige Felsquader liegen im Weg und bilden
öfters Verengungen und kleine Canyons. Später wird die Ressel dann sehr viel tiefer,
gabelt sich, kommt wieder zusammen, bildet größere Kammern und geht mehrere Kilometer weit.
So bietet sie Anfängern wie auch den fortgeschrittensten Höhlencracks
genug Herausforderungen.
Einen schönen Plan der Ressel in ihrer vollen Länge, findet man
hier in der
Unterwasser 11/2005.
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 Landenouse |
Source de Landenouse: In der Nähe
von Cajarc, direkt an einer kleinen Landstraße liegt der Eingang zur
Landenouse - eine ca. 8 x 8m große und je nach Wasserstand bis zu 5m
tiefe, gemauerte Brunnenzisterne. Der Einstieg ist in Privatbesitz.
Beim Parken ist unbedingt darauf zu achten die Zufahrt des Bauern zu
seinen Feldern jederzeit zu ermöglichen. Also bitte - mit den Leuten
reden, höflich fragen und jegliche Behinderung und Provokation
vermeiden - sonst ist der Zugang irgendwann einfach gesperrt. Zum
Abseilen der Geräte ist ein Flaschenzug sinnvoll. Je nach
Wasserstand geht es bis zu 5m in den Schacht hinab. Zum
Runterklettern dient ein permanent installiertes, stabiles
Metallgitter als Leiter. Das Anziehen erfolgt im Wasser. Ein Taucher
fixiert das Wing an der Leiter, der andere versucht schwimmend
hinein zu schlüpfen.
Hinter dem Eingangsloch am Grund des Brunnens, weitet sich die
Höhle zuerst zu einer kleinen Kammer. Dann geht der Gang geht wenige
Meter steil abwärts um dann flacher leicht abwärts zu verlaufen. Die
Sicht war nicht besonders und mit dem ganzen Drumherum waren wir
beim TG nicht 100% konzentriert (Konsequenz siehe oben) Viel mehr
Erinnerung an die Höhle selbst habe ich leider nicht. |
 Einstieg zur Ressel-2 |
Ressel II: Der
Eingang zur Höhle "RS2" liegt am Grund des Flusses Lot. Vor einer
großen Felswand. Anfahrt über Feldwege ist etwas schwierig, hier
Fotos von
finnischen Höhlentauchern, die einen hilfreichen Überblick
geben. Die Sicht im Fluss betrug 0,5m. Bei den Checks trieb es es
uns etwas ab, so dass wir dann erst mühsam gegen die Strömung wieder
Flussaufwärts und ans andere Ufer schwimmen mussten. Aus der braunen
Brühe ragen zwei kleine Inselchen und ein paar Baumwurzeln heraus.
An einer Wurzel beginnt ganz unscheinbar die dünne Leine hinab zum
Höhleneingang.
Die Sicht untertage war mit 5-10m relativ gut. Die Höhle selbst
ist ein knapp 400m langer Schlauch ohne Abzweigungen mit maximal 25m
Tiefe. Die Leinenführung ist sehr lustig - Zick zack, kreuz und
quer, mit x Haltepunkten. Der recht unebene Höhlenboden mit vielen
herausragenden Spitzen verleitete wahrscheinlich zu ein paar mehr "wraps"
als nötig. |
 Magischer Topf |
Source de Saint Sauveur:
Eine Stunde Autofahrt nach Norden, in der Nähe von Rocamadour mitten
in einem Naturschutzgebiet (Kompressorbetrieb verboten) auf einer
Waldlichtung liegt der Quelltopf des "heiligen Erlösers".
In magischen Grüntönen, umrahmt von Bäumen liegt die Quelle ganz
still, magisch und einladend. Auf 15 - 20m Tiefe bildet eine schräg
liegende Felsschicht einen Überhang, halbrund um den halben Topf,
wie eine Galerie. Am rechten Rand des Nischenganges liegt der
richtige Eingang zur Höhle. Schnell geht es eine schräge Kieshalde
runter, dann kommt ein großer, breiter Gang, der zügig auf 30m
abfällt, um dann mit nur noch wenig Gefälle flacher weiter verläuft.
Wenn man die 30m Tiefe nicht überschreiten möchte - oder als "cave
1 Taucher" nicht überschreiten darf
,
kann man trotzdem noch eine ganzes Stück weiter vordringen indem man
einfach im Gang an der Decke oben taucht. Tolle dunkle, teils
rötliche Felsformationen mit riesigen waagrechte Rillen, sind mir in
Erinnerung geblieben.
Auf dem Rückweg und wieder aus dem Loch raus, unter der
überhängenden Galeriedecke waren auf 9 und 12m Tiefe zwei "habitats"
aufgebaut - für längere Dekostunden einiger einheimischer
Extremtaucher. Unsereiner kann gemütlich zwischen Wasserpflanzen und
Fischschwärmen im Flachbereich austauchen.
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 Cabouy mit Entengrütze |
Gouffre de Cabouy: Unweit der Saint
Sauveur (ca. 1,5km östlich) liegt der Eingang zur Cabouy. Die beiden
Höhlen sind unterirdisch verbunden. Der Einstieg liegt am Fuße einer
Stahlkonstruktion - ein Steg auf dem Spaziergänger auf den kleinen
Teich hinaus gehen können.
Die vielen Wasserpflanzen und die ganze Entengrütze auf der
Teichoberfläche, lassen Assoziationen an heimische Tümpel aufkommen.
Bei 0 Sicht ging es an einer Kette auf ca. 8m. Dort wurde das Wasser
plötzlich klar und kalt. Zunächst geht es über Schotter steil auf 20
m, dann verläuft der große und flacher Gang auf 30m um später wieder
leicht an zu steigen. Besonders bemerkenswert ist das sehr helle,
fast weiße Gestein des Tunnels. |
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| Landgang |
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Sonstiges |
Weitere Bilder gibt's hier
im Fotoalbum
Cave-1.
Und auf
Uwe's Homepage |
| Weitere
Links |
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| Taucher.NET |
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