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muc.de - Verein zur Förderung privater Datenkommunikation über das Internet im Großraum München

Warum Proxy/Caches?
Proxies allgemein
Proxy/Cache
Web-Proxies
Vorurteile

Proxies allgemein

Für viele Internet-Dienste gibt es Proxies.

Ein Proxy ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Strohmann, der für einen die Arbeit erledigt.

In unserem Fall hier bedeutet das:

Man schickt seine Anfrage nicht an den Zielrechner direkt, sondern an einen Proxy. Der Proxy holt dann die Daten vom Zielrechner (oder einem anderen Proxy) und reicht sie transparent durch.

Was hat das für Vorteile?

  • Beim Zielrechner erscheint nicht die IP-Adresse des wirklich anfragenden Rechners, sondern die des Proxies. Somit hat man eine Anonymität erreicht. Dies ist besonders im Bereich WWW nützlich. - Das Ganze funktioniert umso besser, je mehr Teilnehmer ein und den selben Proxy verwenden!
  • Man kann Rechner ohne offiziell gültige IP-Adresse praktisch transparent ans Internet anbinden. Dem Proxy ist es egal, welche Adresse der Rechner hat, der sich meldet, sie muss nur eindeutig sein. (Es sind natürlich viele Restriktions-Möglichkeiten konfigurierbar!)
  • Ein Proxy weiß, wie die Pakete auszusehen haben, die ihn passieren und kann beu Bedarf falsche oder kaputte Pakete abfangen. Damit kann man Einbruchsversuchen von Außen sehr gut entgegenwirken.


Proxy/Cache

Wenn man jetzt dem Proxy noch eine Datenbank gibt, in die er zum Beispiel alle Webseiten und Bilder, die er für jemanden holt, ablegt, hat man einen Proxy/Cache. Caching (=vorhalten) von Daten ist eine praktische Erfindung.

Beispiel: In der Zeitung steht: Die Rolling Stones sind im Web, URL: http://www.roling-stones.com/. Dann greifen mit sehr großer wahrscheinlichkeit eine Reihe von Muc-Usern unabhängig voneinander auf diese Seiten zu.

Wenn nun diese Benutzer ihre Seiten von einem Proxy/Cache anfordern, muß der Proxy für die erste Anfrage die Seiten holen und für alle weeiteren Anfragen bedient er die User aus seinem Cache.

Auf diesem Wege erhalten alle anderen Benutzer die Seiten deutlich schneller und die Daten müssen nicht mehrmals über die muc-Außenanbindung geholt werden.

Vorteile eines Proxy/Caches:

  • Daten können bei mehrfacher Nutzung deutlich schneller an den Benutzer geliefert werden.
  • Die Außenleitungen werden nicht so sehr strapazierrt und es bleibt mehr Bandbreite für andere Internet-Dienste (Telnet, Mail, News, ftp)
  • Der einzelne Benutzerr spart Telefongebühren, weil er jetzt nicht mehr so lange auf Daten warten muß.


Web-Proxies

muc.de betreibt für seine User einen Proxy/Cache. Diesen darf jeder Nutzer von muc.de kostenlos verwenden.

Ein Proxy/Cache bietet vielfältige Vorteile:

In Stichpunkten:

  • Er kann bei häufig abgerufenen Webseiten die Ladegeschwindigkeit deutlich erhöhen
  • Er kann auch Seiten, von temporär nicht erreichbaren Servern liefern (sofern er diese bereits hat)
  • Durch die Verwendung eines Proxy/Caches kann man die Auslastung der Außenleitungen deutlich minimieren
  • Man greift anonym auf den anderen Server zu und kann somit deutlich weniger Werbespams bekommen.

Tools:
Muc bietet seinen Nutzern zwei Tools an:

  1. ein Programm, mit dem man automatisch per Web seinen Netscape-Cache konfigurieren lassen kann:
    Proxy/Cache für Netscape automatisch konfigurieren

  2. ein Programm mit dem man testen kann, welche Daten der Browser (oder Proxy) an einen Webserver für die Verbindung weiter gibt, also *wie* anonym man denn nun wirklich beim Gegenübner erscheint:
    Test-Programm: welche Infos gibt mein Browser/Proxy preis?


Vorurteile

Logfile vom Cache - man sieht ja alles
Logfiles sind in erster Linie dazu da, um Fehler in der Software zu finden, aber auch um verschiedene Bewegungen der Nutzer zu beobachten um eventuell darauf reagieren zu können (Umstrukturierung des Web-Seiten-Angebotes...)

Wir geben uns im Interesse unserer User alle Mühe, diese Logfiles auf die wichtigsten Angaben zu beschränken. So loggen wir zum Beispiel in den Logfiles des Webservers zwar mit, welcher Rechner wann welche Seiten angefordert hat, aber nicht, welche Einträge in einem Formular mitgegeben wurden.

Veraltete Seiten im Cache
Sind in einem Cache extrem veraltete Seiten, handelt es sich meist um einen Konfigurations-Fehler des Caches selbst. Moderne Proxy/Cache-Programme sehen die Möglichkeit vor, von Zeit zu Zeit (konfigurierbar, z.B. bei jeder Anfrage, wenn die Seiten aelter als 10 Stunden sind...) beim Original-Server nachzufragen, ob sich die Seiten/Bilder geändert haben. Ist dies der Fall wird automatisch das neue Bild oder die neue Seite geholt.

Ist ein Server allerdings nicht erreichbar, greift der Cache auf die gespeicherten Daten zurück und liefert, was er hat. Dabei ist es dann natürlich durchaus möglich, daß man, anstatt einer Fehlermeldung veraltete Daten bekommt.

Eine weitere Funktion, die im Web sehr oft verwendet wird, ist die Expire-Time. Hier hat der Server, auf demdie Daten liegen, die Möglichkeit ein Datum festzulegen, zu dem die Seiten ungültig werden. Ist dieses Datum erreicht oder gar überschritten holt der Proxy/Cache automatisch die Daten vom Server neu.

Kaputte Bilder im Cache
Der Squid ist ein sehr leistungsfähiger Web-Proxy/Cache. Er kennt Nachbarn, die er nach Daten fragen kann, bevor er die Daten von einmal querr durch die ganze Welt holt. In Deutschland gibt es ein ganzes Verbundnetz, welches mit Squids aufgebaut ist. Muc.de ist ein Teil dieses Netzes.

Ältere Versionen des Squid-Proxies haben kaputte Bilder gespeichert und bei Nachfrage ausgeliefert. Diese sind inzwischen alle durch neuere Squid-Versionen ersetzt, so daß dieses Problem nicht mehr auftreten sollte.

Ja aber ich benutze doch schon meinen eigenen Netscape-Cache??
Der eigene Netscape-Cache speichert die Seiten nur lokal. Damit spart man sich den Weg überr die eigene Telefonleitung. Deshalb kann man den ruhig eingeschalten lassen.

Allerdings kann dieser Netscape-Cache nicht von den Aktionen, die im sonstigen Muc-Bereich passieren, profitieren. Er fragt also nicht den Muc-Proxy, ob der die Seiten der Rolling-Stones (um beim Beispiel von oben zu bleiben) schon hat, sondern holt sie selbst über die muc-Außenleitung mit allen Angaben, die er von seinem System machen kann. D.h. die Anonymität, die man mit einem Poxy gewinnt, geht verloren.

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